Typische Formate und Dauer
| Format | Dauer | Typisches Ziel |
|---|---|---|
| Impulsformat | Halber Tag | Grundverständnis schaffen, erste Use Cases identifizieren |
| Tages-Workshop | 1 Tag | Priorisierte Use-Case-Liste oder erster laufender Prototyp |
| Mehrtägiges Programm | 2–3 Tage, verteilt über Wochen | Mehrere Use Cases, Rollenmodell, erste Umsetzungsschritte |
| Umsetzungsbegleitung | Mehrere Monate | Verankertes Steuerungssystem, mehrere skalierte Use Cases |
Ein einzelner Impulstag verändert selten das Tagesgeschäft. Er ist aber der richtige Einstieg, wenn im Unternehmen noch keine Klarheit über sinnvolle Use Cases besteht. Der Fehler liegt nicht im kurzen Format, sondern darin, danach nichts weiter zu planen.
Workshop für Führungskräfte vs. Workshop für Teams
Beide Zielgruppen brauchen unterschiedliche Schwerpunkte:
- Führungskräfte-Workshop: Fokus auf Priorisierung, Entscheidungsfähigkeit und die eigene Vorbildrolle. Weniger Tool-Detailwissen, mehr Frage danach, welche Use Cases wirklich lohnen.
- Team-Workshop: Fokus auf konkrete Anwendung an eigenen, wiederkehrenden Aufgaben. Hier zählt praktische Übung mehr als strategische Einordnung.
Die wirksamste Reihenfolge in der Praxis: zuerst ein Führungskräfte-Workshop, der Prioritäten und Sponsorship klärt, danach Team-Workshops, die diese Prioritäten konkret umsetzen. Umgekehrt entsteht oft Aktivität ohne Richtung.
Ein realistischer Ablauf für einen Tages-Workshop
Kurzer Impuls: Grundprinzipien, nicht Tool-Liste
Ein knapper fachlicher Einstieg, der Grundverständnis schafft, ohne wertvolle Zeit mit Basics zu verlieren, die sich auch im Selbststudium aneignen lassen.
Use-Case-Sammlung aus dem echten Betrieb
Teilnehmende bringen reale Probleme aus ihrem Arbeitsalltag ein, statt an generischen Beispielen zu arbeiten.
Priorisierung nach Aufwand und Wirkung
Aus der Sammlung wird eine kleine, realistische Liste: 3 bis 5 Use Cases, sortiert danach, was den größten Hebel bei vertretbarem Aufwand bringt.
Vertiefte Arbeit an einem ausgewählten Fall
Der Nachmittag konzentriert sich auf einen Use Case, an dem konkret gearbeitet wird, bis ein sichtbares Zwischenergebnis entsteht.
Ergebnis, Verantwortlichkeiten, nächste Schritte
Der Tag endet nicht mit guten Vorsätzen, sondern mit einer benannten Person, einem Termin für die nächste Bewertung und einem dokumentierten Ergebnis.
Auswahlkriterien: Woran Sie einen guten Workshop erkennen
- Arbeit an echten Fällen, nicht an generischen Übungsbeispielen.
- Ein dokumentiertes Ergebnis am Ende des Tages, kein offenes „wir melden uns".
- Führungskräfte nehmen aktiv teil, statt nur zu eröffnen und zu gehen.
- Ein klarer nächster Schritt nach dem Workshop, mit Termin und benannter Verantwortung.
Mehr zur Anbieterauswahl im Detail: KI-Beratung für den Mittelstand: Worauf es ankommt